Wenn sich die Wege kreuzen

HFUK Nord und FUK Mitte informieren

In den vergangenen Monaten kam es in Österreich, Nordrhein- Westfalen, aber auch  in den Geschäftsbereichen der HFUK Nord und der FUK Mitte zu schweren und teilweise tödlichen Unfällen im Feuerwehrhaus oder auf dem Weg dorthin.

Ein 23-jähriger Feuerwehrmann verunglückte in Österreich während eines Alarms zu einem Pkw-Unfall tödlich. Er näherte sich vorbildlich von hinten dem Rüstfahrzeug, lief dann jedoch, da das Fahrzeug vollständig besetzt war, vor dem sehr hohen, allradbetriebenen Fahrzeug entlang, um zum nächsten Fahrzeug zu gelangen. In diesem Moment fuhr das Rüstfahrzeug an und überrollte ihn. Der Fahrer hatte den Kameraden aufgrund des toten Winkels nicht gesehen. Bei Alarm muss es ohne Frage schnell gehen: hier bei der HFUK Nord weiterlesen.

Reinbeker Wehren im Hochwassereinsatz

Am 10.06.2013 um 07:56 Uhr wurden die drei Züge der 2. Brandschutzbereitschaft (BB) des Kreises Stormarn (Katastrophenschutzeinheit) alarmiert. Angefordert von der Einsatzleitung im Kreis RZ, machten sich über 130 Feuerwehrleute aus Süd-Stormarn auf den Weg nach Lauenburg/Elbe. Bis in die Abendstunden halfen die Kameraden beim Stapeln von Sandsäcken in der Hafenstraße. Insgesamt hat die Bereitschaft ca. 30.000 Sandsäcke bewegt!

Die Ortswehr Reinbek stellt eine Staffel mit dem TLF 16/25 für den zweiten Zug der BB, die FF Ohe fährt im ersten Zug mit dem HLF 20/16 samt Mannschaft, sowie mit dem ELW in den Einsatz.

Am 13.06.2013 kam des zu einem weiteren Einsatz, bei dem die Einsatzkräfte Sandsäcke befüllt haben.

Die Standort-Frage

Stellungnahme der Gemeindewehrführung

Gemäß dem Bedarfsplan der Gemeindewehrführung, sowie der Ausarbeitung eines externen Gutachters, ist das Gerätehaus der Ortswehr Reinbek umgehend entsprechend dem Stand der Technik und nach den Bestimmungen der UVV neu zu bauen. Ein möglicher Standort soll schnellstmöglich gefunden werden, damit noch in diesem Jahr ein B-Plan aufgestellt werden kann.

Jede Ortswehr ist notwendig und verfügt über ein Gerätehaus in ihrem jeweiligen Ortsteil und das soll auch so bleiben. Zumindest sind sich Gutachter, Gemeindewehrführung und Verwaltung der Stadt und des Kreises in dieser Frage einig, allein weil sich das Stadtgebiet über 31 km² ausdehnt und an seiner Grenze Stadtteile liegen, die nicht über eigene Ortswehren verfügen (Hinschendorf, Neuschönningstedt, Krabbenkamp, Büchsenschinken).

Mit einem zentral gelegenen Standort wäre die Erreichung dieser Stadtteile in der geforderten Zeit nicht mehr möglich, wir sprechen hier von der sogenannten Hilfsfrist von 8 Minuten nach Alarmierung. Abgesehen davon, dass diese Zeit in Schleswig Holstein gesetzlich geregelt ist, spiegelt es auch die Zeit wieder, in der ein Mensch in einem Brandfall noch eine reelle Überlebenschance hat. Daher ist eine Diskussion über diese vorgegebene Zeit aus unserer Sicht weder sinnvoll noch möglich; Gesetze und das körperliche Verhalten eines Menschen, der Rauch ausgesetzt wird, können wir weder diskutieren noch die sich daraus ergebenden Anforderungen ignorieren oder aussitzen.

Für die Ortswehr Reinbek wird ein Grundstück benötigt, dass diesen planbaren Vorgaben Rechnung trägt.  Die Zeit, die die Feuerwehrmitglieder zum Gerätehaus brauchen und der Weg, der zu jedem Punkt im Einsatzgebiet zurückzulegen ist, müssen minimiert sein um schnell reagieren zu können.  Das ist nur gewährleistet, wenn die Mitglieder in der Nähe wohnen und eine Erreichung aller Stadtteile des Einsatzgebietes überhaupt in einer entsprechenden Zeit möglich ist.

Aus diesem Grund wird für die Wehr Reinbek der Grandplatz auf dem Sportgelände am Mühlenredder favorisiert. Dieses Gelände gehört der Stadt Reinbek und es gibt weitere gute Argumente, die für diese Standortauswahl sprechen:

  • Einziges freies Grundstück in der „Ortsmitte“
  • Der größte Teil der Einsatzkräfte wohnt in unmittelbarer Nähe (schnelle Ausrückzeit)
  • Mittelpunkt im Aktionsradius der OW Reinbek
    • Sämtliche Wohngebiete und Objekte wie Krankenhaus, Altenheime im Ausrückbereich sind innerhalb der Hilfsfrist erreichbar
    • Schnelle Erreichbarkeit der Hochhäuser in Neuschönningstedt durch die Nähe zur K80

Kritiker befürchten eine Lärmbelästigung für die Anwohner; jedoch gibt es keine direkten Nachbarn. Und Martinhorn hört man an Hauptstraßen und deren Einmündungen und Kreuzungen um ein vielfaches häufiger als bei einer Freiwilligen Feuerwehr nebenan. Rettungswagen, Notarzt und Polizei fahren hier mehrmals täglich vorbei.

Desweiteren sehen Gegner eine Gefahr für die Schüler, da sich in der Nähe eine Grundschule und gegenüber die Gemeinschaftschule befindet. Allerdings würden die Schüler durch Warneinrichtungen auf jeden Einsatz vorbereitet werden. Somit werden sie auf einen Alarm aufmerksam, ehe das erste ehrenamtliche Mitglied zur Wache fährt, bzw. das erste Einsatzfahrzeug ausrückt.

An allen derzeit existierenden FF-Standorten der Stadt Reinbek arrangieren sich Feuerwehr und Einrichtungen für Kinder und Schüler. In der Klosterbergenstraße gegenüber der Wache Reinbek (VHS) sind Klassen des Gymnasiums untergebracht, Ohe und Schönningstedt verfügen über Kindergärten bzw. Kinderbetreuungen innerhalb ihrer Gebäude. Wie schon erwähnt, sind andere Einsatzfahrzeuge, wie vom Rettungsdienst oder der Polizei, viel häufiger mit Sonderrechten auf Hauptstraßen und kreuzenden Schulwegen unterwegs.

Immer wieder kommt auch ein anderer möglicher Standort ins Gespräch: Schönningstedter Straße gegenüber der Einmündung zur Wohltorfer Straße. Weder der Gemeindewehrvorstand noch die Verwaltung sehen hier Vorteile, die sich durch diese Wahl ergeben würden. Selbst die Möglichkeit die Ortswehr Schönningstedt hier mit unters Dach zu bringen und somit vermeintlich ein Gerätehaus einzusparen,  scheidet aus. Folgende Probleme entstehen mit dieser Verlagerung:

  • Ein Grundstück müsste erworben werden
  • Nur sehr wenige Mitglieder wohnen in der Nähe (lange Ausrückzeit)
  • Bei einer „Zentralwache“ werden über 100 Mitglieder gefordert. Sofern diese über 1/3 unterschritten werden, müsste Reinbek eine bezahlte Pflichtfeuerwehr einführen.
  • Durch eine lange Ausrückzeit wird die Hilfsfrist in folgenden Stadtteilen/Objekten nicht mehr eingehalten:
    • Krankenhaus Reinbek
    • Stadtteil Hinschendorf
    • Teile im Industriegebiet
    • AH Bogenstraße
    • Schloss Reinbek
    • Abschnitte der DB AG
    • Hochhaus Hamburger Straße
    • Wildenhofeck

Sollte die FF Schönningstedt in der Wohltorfer Straße untergebracht werden, würde ihre Ausrückzeit sich durch die sehr lange Anfahrt der Mitglieder aus dem OT Schönningstedt um ca. zwei Minuten erhöhen (gleiches gilt für die OW Reinbek). Die Hilfsfrist kann in Süd-Neuschönningstedt und im Krabbenkamp dann gar nicht mehr eingehalten werden.

Die Feuerwehren streben an, jeden Winkel im Stadtgebiet zielgerecht abzudecken. Die Bürger sollen sich sicher fühlen, ganz gleich in welchem Ortsteil oder in welcher Einrichtung sie wohnen.

Wir fordern die Politik der Stadt auf, keine Entscheidungen herbeizuführen, die sowohl von der Feuerwehr  als auch vom  Kreis Stormarn und externen Fachleuten abgelehnt werden.

Gleiches gilt im Anschluss für das Gerätehaus der Ortswehr Ohe. Die Mängelliste (Sicherheit/Platzmangel/Hygienedefizit) des Gebäudes liegt der Verwaltung und der Politik vor. Auch hier sollte es einen zukunftsfähigen Neubau geben. Sinnvolle Vorschläge für einen möglichen Standort wurden mit dem Bedarfsplan der Gemeindewehrführung bereits unterbreitet.

Die Stadt Reinbek wird moderner und wächst in die Zukunft. Nehmt die Feuerwehr mit, ihr braucht sie!

 

Initiative für das Ehrenamt / Aktive Unterstützung für das Ehrenamt in Schleswig-Holstein

Stellungnahme des Landesfeuerwehrverbandes SH

Die schleswig-holsteinischen Feuerwehren gelten als Garanten für bürgerschaftliches Engagement und für Vertrauenswürdigkeit. Die ehrenamtliche Mitwirkung einer großen Zahl von Helferinnen und Helfern ist für den Brand- und Katastrophenschutz sowie den gesamten Bevölkerungsschutz in Schleswig-Holstein (in ganz Deutschland) von zentraler Bedeutung. Weiterlesen: Ehrenamt in Schleswig-Holstein

Silberstreif am Horizont

Obwohl die vollständige Vorstellung des externen Feuerwehrbedarfsplanes der Firma Forplan während der Feuerwehrausschusssitzung am 05.03.13 vertagt wurde, ist bereits deutlich geworden, dass dieser Plan sich im Wesentlichen nicht von dem der Gemeindewehrführung unterscheiden wird. Er lag zwar nur im dritten Entwurf vor, aber wie Dr. De Vries von Firma Forplan feststellte, sind die gesetzlichen Vorgaben in Schleswig-Holstein sehr engmaschig und wenn man die Anzahl der Einwohner, die Größe des Stadtgebietes und die Risiken innerhalb von Reinbek betrachtet, muss das Ergebnis zwangsläufig einen Deckungsgrad von über 98% haben. Der Vorwurf „Wenn unsere Feuerwehr plant, wird es eine Wunschliste“ ist damit hoffentlich endgültig vom Tisch.

Die finale Vorstellung wurde jedoch vertagt, da noch nicht alle Mitglieder des Ausschusses ausreichend Zeit hatten, um den neuesten Plan im Detail zu prüfen. Wir hoffen, dass die Politiker Wort halten und schnell einen neuen Termin finden werden. Positiv zu vermerken ist, dass die SPD, die Grünen, die FDP und Forum 21 gemeinsam durchgesetzt haben, dass die Sperrvermerke für, die im Haushalt bestehenden, Fahrzeuge entfernt wurden. Für diese Entscheidung sind wir den Mitgliedern und dem Vorsitzenden Lothar R. Zug des Feuerwehrausschusses sehr dankbar und hoffen, dass es der erste Schritt wieder in eine gemeinsame Richtung ist und die Meinungsverschiedenheiten der letzten Jahre ab jetzt aktiv angegangen werden können- beiderseits.

Es können somit die ersten, dringend benötigten, Fahrzeuge in 2014 beschafft werden. Im Detail handelt es sich um 2 Löschfahrzeuge (FF Ohe und FF Schönningstedt) des Typ LF20 sowie für die FF Reinbek ein Mannschaftstransportwagen (MTW), ein Einsatzleitwagen (ELW1) und ein Kommandowagen (KdoW).

 

Feuerwehrausschuss tagt

Am Donnerstag, den 04.04.2013 treffen sich die Mitglieder des Feuerwehrausschusses der Stadt Reinbek.

Auf der Tagesordnung steht u.a. die Vorstellung des Entwurfs des externen Bedarfsplans. Ein Vertreter der ausführenden Firma wird anwesend sein.

Desweiteren sollen die Politiker einen Sperrvermerk zweier Verpflichtungsermächtigungen aufheben. Damit können zwei Löschfahrzeuge (LF 20)  für die Ortswehren Ohe und Schönningstedt beschafft werden. Aber auch ein ELW, ein MTW und ein KdoW für die Ortswehr Reinbek müssen ersetzt werden und bedürfen einer Zustimmung des Gremiums.

Mit der Beschaffung der Großfahrzeuge wird das Fahrzeugpunktedefizit der Ortswehr Reinbek abgemildert. Da es mit zunehmendem Fahrzeugalter immer wahrscheinlicher wird, dass weitere vorhandene Fahrzeuge altersbedingt ausfallen, sind diese Beschaffungen notwendig. Solange noch keine neue Wache gebaut ist, können weitere Großfahrzeuge in Reinbek nicht ersetzt werden, weil sie nicht gestellt werden können.

Wir hoffen auf positive Entscheidungen, um vor allem die Sicherheit der Reinbeker Bürgerinnen und Bürger bis zur Fertigstellung eines neuen, modernen Gerätehauses aufrecht erhalten zu können.

„Eine Spaltung der Ortswehren ist abwegig”

Reinbek. Gemeindewehrführer Karsten Hein bestreitet Vorwürfe über unzureichenden Informationsfluss und Unfrieden unter den Ortswehren der Stadt. Eine gemeinsame Website soll die Kommunikation verbessern. Weiter lesen (Bergedorfer Zeitung).
 
Ergänzend zum Artikel teilt die Gemeindewehrführung folgendes mit:

Wir sind enttäuscht, dass man erst die im Bedarfsplan der Gemeindewehrführung dargestellten Ergebnisse nicht sehen möchte und dann anprangert, dass man nichts von der Feuerwehr hört.

Alle Parteien, die uns bisher eingeladen haben wurden besucht und Sachthemen wurden erläutert. Die Ortswehren und die Gemeindewehrführung haben auf jede Frage geantwortet, sofern die Beantwortung in ihren Zuständigkeitsbereich fiel.
 
Die Möglichkeit einer Vorstellung des  Feuerwehrbedarfsplans der Gemeindewehrführung (in der aktuellen Version 4.4 von Nov. 2012) und einer Aussprache ist und war immer gegeben, aber das geht nur, wenn man der Feuerwehr auch das Vertrauen ausspricht. Es ist sehr schade, dass die politischen Vertreter den kostenlosen Service der Feuerwehren der Stadt Reinbek nicht unterstützen, sondern deren Anforderungen als Wunschvorstellungen abtuen.
 
Jeder ist herzlich eingeladen, einmal Übungsdienst mitzumachen oder die Grundausbildung zu absolvieren um die Anforderungen kennenzulernen.

364 Einsätze, über 160 aktive Mitglieder

Gemeindefeuerwehr zieht Bilanz

364 Einsätze, 160 aktive Mitglieder, aufgeteilt auf die Freiwilligen Feuerwehren Reinbek, Schönningstedt und Ohe, die gemeinsam die Gemeindefeuerwehr Reinbek bilden: Auf der Jahresversammlung zog Gemeindewehrführer Karsten Hein Bilanz über das Jahr 2012. Die Kameraden rückten zu 77 Bränden und 88 technischen Hilfeleistungen (etwa nach Unfällen) aus. Die hohe Zahl der Fehlalarmierungen (102) führte Hein auf die Rauchmelderpflicht und die gestiegene Zahl von Rauchmeldern in Wohnungen zurück. Er betonte, dass diese relativ hohe Anzahl der Fehlalarmierungen nicht besonders angenehm sei. In mehreren Situationen waren aber auch Entstehungsbrände erfolgreich bekämpft worden, die sich sonst zu einem größeren Schadenfeuer entwickelt hätten.

Mehr als 14 neue Mitglieder konnten die Wehren durch ihre Werbung gewinnen, Aber dennoch fehlen ihnen vor allem tagsüber Einsatzkräfte, mehr als 30 freiwillige Helfer werden noch benötigt. Die kommenden Jahre würden in Reinbek für die Feuerwehren anstrengend werden, so Hein, viele Fahrzeuge und ihre Ausrüstung seien nicht mehr auf dem Stand der Technik. Vor Neuanschaffungen müssten aber die Räumlichkeiten geschaffen werden. Die Politik habe immerhin einen ersten Schritt in Richtung neues Gerätehaus unternommen.